Münster (Eig. Ber.). Winterzeit - Squashzeit. Nach mehrmonatiger Pause geht’s ab Samstag wieder um Meisterschaftspunkte. Obschon die Bundesliga erst sieben Tage später startet, schwärmen die Aktiven des 1. SC Münster schon zum Saisonauftakt in alle Richtungen aus.
Nicht weniger als ein Dutzend Mannschaften stellt sich am Wochenende der Konkurrenz, »Quantitativ betrachtet kann uns in Nordrhein-Westfalen niemand das Wasser reichen“, sagt Sportwart Bernd Adamaschek nicht ohne Stolz. Aber auch qualitativ sind die 77er top. Lediglich Ostwestfalen-Hochburg Paderborn ist besser bestückt. Dies nicht zuletzt ob ungleich größerer finanzieller Möglichkeiten.
Prognosen fallen vor dem Start in eine neue Runde schwer. Viele Fragen werden erst nach ein, zwei Spieltagen beantwortet sein. Man weiß halt nicht genug über das Leistungsvermögen der Gegner. Für die erste Damenmannschaft beginnt die Reise durch die Regionalliga am Samstag in Köln. Gegner sind Ausrichter 1. SRC sowie Lokalrivale CSC Köln. Erklärtes Ziel des münsterschen Teams ist der Klassenerhalt. Denn die 77er (Adamaschek: „Es ist bekannt, dass wir vor allem in der Breite sehr stark sind“) sind durch die Reduzierung von fünf auf nunmehr nur noch vier Spielerinnen pro Mannschaft wohl am stärksten getroffen worden.
Angeführt wird Münsters Kader von Cornelia Gehrke. Ebenfalls zum Kreis der „Ersten“ gehören Magdalene Heimes, Gilla Hähnel-Pinger, Britta Johannsen (hat einen Studienplatz in Münster bekommen und kann somit wieder regelmäßig trainieren) und Heimkehrerin Tanya Farthing. Verzichten muss der 1. SC auf Leni Stöppelmann, die Mutterfreuden entgegensieht.
Aussichten auf einen Platz im oberen Tabellendrittel werden der zweiten Mannschaft (ansässig in der Oberliga) eingeräumt. Der erste Spieltag beim Hammer SC - dritter Verein ist Squash Oase Bochum - hat für das Team um Ulla Weitkamp und Marion Meyer den Charakter einer Standortbestimmung. Vor einer ausgesprochen schweren Saison dürfte die „Dritte“ (ebenfalls Oberliga) stehen. Adamaschek: „Wenn es zum Klassenerhalt reicht, wären wir sehr zufrieden.“
Gleiches gilt für die neuformierte fünfte Mannschaft, die in der Verbandsliga um Punkte streitet. Mehr rechnet sich da schon die „Vierte“ (gleichfalls Verbandsliga) aus. Ihr ist ein Spitzenplatz zuzutrauen.
Die zweite Herrenmannschaft (Oberliga) beginnt am Samstag mit Heimspielen gegen Hammer SC und Squash Oase Bochum. Im Vorjahr belegte das Team einen sensationellen dritten Rang. „Diesmal wären wir schon mit einem gesicherten Mittelfeldplatz zufrieden“, so Adamaschek. Die eigene „Dritte“ (Samstag daheim gegen SC Haltern und SRC Paderborn) kämpft als Neuling in der gleichen Klasse um Punkte und wohl auch gegen den Abstieg. Ähnlich stellt sich die Situation für die „Vierte“ dar. Der Liga-Erhalt würde die Mannen um Routinier Chris Voll sicherlich zufrieden stimmen. Reizvoll für den Verbandsligisten: Die Lokalbegegnungen mit Squashfield (mit dem Ex-77er Nasir Bashir an eins) und Squashboard.
Ein wenig in Richtung Meisterschaft „schielt“ das fünfte Herrenteam des ältesten münsterschen Squashclubs. Adamaschek: „Für unsere Landesligatruppe ist Platz eins oder zwei bei günstigem Saisonverlauf sicherlich machbar“. Bleiben die sechste und die siebte Mannschaft: Sie spielen Seite an Seite in der Bezirksklasse.
Auch im Jugendbereich ist der 1. SC Münster natürlich vertreten. Natürlich in der höchsten Spielklasse, der Verbandsliga. Wer sich von der Spielstärke des Nachwuchsteams ein Bild machen möchte, kann dies schon am Sonntag tun. Im Squashcenter an der Steinfurter Straße kommt es ab 13 Uhr zu den Vergleichen mit Hiddenhausen und Enger.

Mannschaftsführerin des Regionalliga-Teams: Gilla Hähnel-Pinger
Bericht der Westfälischen Nachrichten


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