Damen/Herren 2000/2001

Oberliga-Finale mit Lokalderby / Squashboard will Revanche
Oberliga-Finale mit Lokalderby / Squashboard will Revanche

Chronik eines angekündigten Abstiegs

Münster. Am Samstag beendet die Bundesliga-Mannschaft des Squashclubs Münster ihren einjährigen Abstecher in die höchs­te deutsche Spielklasse. Beim letzten Spieltag in und gegen Neumünster sowie gegen die Mannschaft aus St. Augustin en­det für Saskia Kuijer, Tina Dadek, Conny Majchrzak und Nicole We­ber die Chronik eines angekün­digten Abstiegs.

Seit dem ver­gangenen Spieltag ist das Thema Klassenerhalt nur noch graue Theorie, in der Praxis nicht mehr realisierbar. Am Samstagabend stoßen in Münster auch die am Nachmittag verhinderten Britta Johannsen und Konstanze Pardun zum Team und dann wird dem Abstieg zum Trotz gebüh­rend der Saisonabschluss gefei­ert. „Und wir haben allen Grund zum Feiern“, bestätigt Mann­schaftssprecher Bernd Adamaschek, der den Erstliga-Ab­schied seiner Eliteeinheit zwar bedauert, aber insgesamt mit dem Saisonverlauf aller SQCM-Teams „sehr zufrieden“ ist.

Bereits vor dem Saison­abschluss hat sich die Oberliga- Reserve des SQCM den zweiten Tabellenplatz gesichert, der zur Relegation um den Regionalliga- Aufstieg berechtigt. Beim Saison- Finale gegen den Lokalrivalen Squashboard Münster und die

Hot Socks aus Essen geht es für Julia Telaar, Christa Flöter, Alexa Schulten, Tanja Koopmann und Petra Adamaschek dann auch nur noch um die Ehre und die inoffizielle Stadtmeisterschaft. Das Hinspiel gegen Squashboard ging glücklich mit 3:2 an den SQCM,

Auch bei Squashboard Müns­ter genießt das Derby beim Sai­son-Showdown einen besonde­ren Stellenwert. Die Mannschaft steht komplett, sprich sieben Frauen stark, bereit, die Hinspiel­schlappe auszuwetzen. Mit Tanja Scheer, Ina Lütkemeyer, Vera Efkemann, Beate Böing, Annette Dröge, Simone Stoffmehl und Scarlet Ruge sind alle Spiele­rinnen einsatzbereit. Wer beim Spiel gegen den Stadtrivalen auf­läuft, stand gestern noch nicht letztgültig fest. In jedem Fall steht am Samstag die Arbeit vor dem Vergnügen. „In den Kampf um den Relegationsplatz können wir nicht mehr eingreifen. Das heißt aber nicht, dass unsere Da­men nicht versuchen werden, beide Spiele zu gewinnen“, gibt Mannschaftssprecher Ralf Brandt die Marschrichtung vor. „Ich glaube, dass es zu einem spannenden Spiel kommen wird.“

Einen gewissen Mangel an Spannung hat derweil die Drittvertretung der SQCM-Damen in ihrer Verbandsligaklasse erzeugt. Mit blütenweißer Weste ist die Mannschaft durch die Saison marschiert und hat vor den Abschlussaufgaben gegen das Biele­felder Doppel „Floppys“ und Telekom Post den sicher in der Tasche.

„Diese Ergebnisse sprechen für sich“, sieht Adamaschek seinen Verein in der Gesamtbilanz allemal im grünen Bereich. Allerdings sei der Erstliga-Abstieg ein durchaus vermeidbarer Schönheitsfehler, denn „fatale Ausrut­scher“ in der Hinrunde, in „der die Mannschaft wirklich nicht gut gespielt hat“, waren auch durch deutliche Leistungssteige­rungen im Saisonendspurt nicht mehr wettzumachen. Wie und in welcher Besetzung es für die ers­te Damenmannschaft in der kommenden Regionalliga-Spielzeit weitergeht, das soll nach dem letzten Spieltag besprochen wer­den. Fest steht indes schon jetzt, dass Spitzenspielerin Saskia Kuijer dem Verein treu bleiben wird. „Und auch Britta Johannsen wird bleiben. Sie ist seit 20 Jahren im Verein, die geht nicht weg“, hat Adamaschek schon den Grund­stock für ein schlagkräftiges Team beisammen. Auf der anderen Sei­te werde sich Konstanze Pardun aus gesundheitlichen Gründen aus dem hochklassigen Wettkampfsport verabschieden und „mit fast 100-prozentiger Wahr­scheinlichkeit“ auch Vereinska­meradin Tina Dadek.

Saskia Kuijer wird auch kommende Saison für den SQC Münster am Ball sein

Die Niederländerin Saskia Kuijer wird auch kommende Saison für den SQC Münster am Ball sein

Bericht der Westfälischen Nachrichten - Von Ansgar Griebel

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