Münster. Am Samstag beendet die Bundesliga-Mannschaft des Squashclubs Münster ihren einjährigen Abstecher in die höchste deutsche Spielklasse. Beim letzten Spieltag in und gegen Neumünster sowie gegen die Mannschaft aus St. Augustin endet für Saskia Kuijer, Tina Dadek, Conny Majchrzak und Nicole Weber die Chronik eines angekündigten Abstiegs.
Seit dem vergangenen Spieltag ist das Thema Klassenerhalt nur noch graue Theorie, in der Praxis nicht mehr realisierbar. Am Samstagabend stoßen in Münster auch die am Nachmittag verhinderten Britta Johannsen und Konstanze Pardun zum Team und dann wird dem Abstieg zum Trotz gebührend der Saisonabschluss gefeiert. „Und wir haben allen Grund zum Feiern“, bestätigt Mannschaftssprecher Bernd Adamaschek, der den Erstliga-Abschied seiner Eliteeinheit zwar bedauert, aber insgesamt mit dem Saisonverlauf aller SQCM-Teams „sehr zufrieden“ ist.
Bereits vor dem Saisonabschluss hat sich die Oberliga- Reserve des SQCM den zweiten Tabellenplatz gesichert, der zur Relegation um den Regionalliga- Aufstieg berechtigt. Beim Saison- Finale gegen den Lokalrivalen Squashboard Münster und die
Hot Socks aus Essen geht es für Julia Telaar, Christa Flöter, Alexa Schulten, Tanja Koopmann und Petra Adamaschek dann auch nur noch um die Ehre und die inoffizielle Stadtmeisterschaft. Das Hinspiel gegen Squashboard ging glücklich mit 3:2 an den SQCM,
Auch bei Squashboard Münster genießt das Derby beim Saison-Showdown einen besonderen Stellenwert. Die Mannschaft steht komplett, sprich sieben Frauen stark, bereit, die Hinspielschlappe auszuwetzen. Mit Tanja Scheer, Ina Lütkemeyer, Vera Efkemann, Beate Böing, Annette Dröge, Simone Stoffmehl und Scarlet Ruge sind alle Spielerinnen einsatzbereit. Wer beim Spiel gegen den Stadtrivalen aufläuft, stand gestern noch nicht letztgültig fest. In jedem Fall steht am Samstag die Arbeit vor dem Vergnügen. „In den Kampf um den Relegationsplatz können wir nicht mehr eingreifen. Das heißt aber nicht, dass unsere Damen nicht versuchen werden, beide Spiele zu gewinnen“, gibt Mannschaftssprecher Ralf Brandt die Marschrichtung vor. „Ich glaube, dass es zu einem spannenden Spiel kommen wird.“
Einen gewissen Mangel an Spannung hat derweil die Drittvertretung der SQCM-Damen in ihrer Verbandsligaklasse erzeugt. Mit blütenweißer Weste ist die Mannschaft durch die Saison marschiert und hat vor den Abschlussaufgaben gegen das Bielefelder Doppel „Floppys“ und Telekom Post den sicher in der Tasche.
„Diese Ergebnisse sprechen für sich“, sieht Adamaschek seinen Verein in der Gesamtbilanz allemal im grünen Bereich. Allerdings sei der Erstliga-Abstieg ein durchaus vermeidbarer Schönheitsfehler, denn „fatale Ausrutscher“ in der Hinrunde, in „der die Mannschaft wirklich nicht gut gespielt hat“, waren auch durch deutliche Leistungssteigerungen im Saisonendspurt nicht mehr wettzumachen. Wie und in welcher Besetzung es für die erste Damenmannschaft in der kommenden Regionalliga-Spielzeit weitergeht, das soll nach dem letzten Spieltag besprochen werden. Fest steht indes schon jetzt, dass Spitzenspielerin Saskia Kuijer dem Verein treu bleiben wird. „Und auch Britta Johannsen wird bleiben. Sie ist seit 20 Jahren im Verein, die geht nicht weg“, hat Adamaschek schon den Grundstock für ein schlagkräftiges Team beisammen. Auf der anderen Seite werde sich Konstanze Pardun aus gesundheitlichen Gründen aus dem hochklassigen Wettkampfsport verabschieden und „mit fast 100-prozentiger Wahrscheinlichkeit“ auch Vereinskameradin Tina Dadek.

Die Niederländerin Saskia Kuijer wird auch kommende Saison für den SQC Münster am Ball sein
Bericht der Westfälischen Nachrichten - Von Ansgar Griebel


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