Damen/Herren 2000/2001

Squash: SQC-Damen bleiben Bundesligist / Güterloh lässt Meldefrist verstreichen
Squash: SQC-Damen bleiben Bundesligist / Güterloh lässt Meldefrist verstreichen

WN: Durchs Hintertürchen zurück

Münster. Viele Erstligisten hat Münster nicht. Beinahe wäre die Zahl erneut reduziert worden. Vor zehn Tagen nahmen die Damen des 1. Squashclubs Münster 77 Abschied vom Ober­haus. Seit gestern gehö­ren sie ihm wieder an. „Wir freuen uns sehr über diese Nachricht und werden die Planun­gen für die kommende Saison alsbald angehen“, sagte der Vorsit­zende Bernd Adamaschek.

Münster, als Tabellenvorletzter sportlich abge­stiegen, nimmt in der Serie 2001/02 den Platz des Gütersloher SC ein. Die Ostwestfalen, mehr­facher Deutscher Meis­ter, sind aus finanziellen Gründen offenbar nicht mehr in der Lage, den Erstliga-Spielbetrieb aufrechtzuerhalten. Tatenlos ließen sie jüngst die letzte Meldefrist ver­streichen.

Der Rückzug Güterslohs allein hätte dem SQC freilich wenig ge­nutzt. Erst eine Reform der Spielordnung - auf Antrag des Verbandes von der Deutschen Squash-Liga just abgesegnet - ebnete den 77-ern den Weg zurück. Adamaschek: „Nach der alten Regelung wäre ein weiterer Aufsteiger nachgerückt. Die neue ist dem Männer-Spielsystem angepasst und besagt, dass der beste Absteiger erster Anwär­ter auf den Platz ist. Wir nehmen diese Chance sehr gern wahr.“

In den nächsten Wochen will der SQC-Vorsitzende die Personal- Planungen vorantreiben und gegebenenfalls abschließen. Adamaschek: „Fakt ist, dass wir einen Kader von sechs Spiele­rinnen benötigen.“ Bis­lang liegen dem Verein feste Zusagen der nieder­ländischen Spitzenspie­lerin Saskia Kuijer sowie von Cornelia Majchrzak und Nicole Weber vor. Vermutlich stößt noch eine weitere Niederlän­derin zier Mannschaft. „Saskia hat eine Freun­din ins Gespräch ge­bracht“, bestätigt Ada­maschek. Großes Interes­se hat der SQC zudem an Tanja Scheer. Die Nummer eins des Ober­ligisten und Nachbarn Squashboard sorgte vor einigen Wochen als Drit­te der Deutschen Meisterschaften für Aufse­hen, Adamaschek: „Klar, dass wir auch mit Tanja reden.“ Ein Dialog mit Spielerinnen aus Güters­loh ist nicht geplant. „Da werden jetzt zwar einige frei, aber die sind viel zu teuer.“

Verzichten muss Münster künftig auf die Dienste von Britta Johannsen und Martina Dadek. Beide wollen kürzer treten und lediglich noch im Notfall spielen. Konstanze Pardun wird den 77ern ver­mutlich gar nicht mehr zur Verfügung stehen. Ihr droht wegen einer Rückenverletzung das Ende der Karriere.

Mit dem SQCM weiterhin in der Bundesliga am Ball: Saskia Kuijer

Mit dem Squashclub Münster weiterhin in der Bundesliga am Ball: Saskia Kuijer

Bericht der Westfälischen Nachrichten - Von Wilfried Sprenger

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