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Korell trainiert im Sport-Center an der Borkstraße
Korell trainiert im Sport-Center an der Borkstraße

Brandt gibt Korell den letzten Schliff

Münster - Simone Korell ist eine Wanderin in der Squashwelt. Die Nummer zwei der deutschen Rangliste spielt seit 15 Jahren in der Bundesliga und hat hier schon die Stationen Ratingen, Hilden, Paderborn, Gütersloh, wieder Paderborn und jetzt Bonn/Mülheim durchlaufen.

Eine Konstante aber gibt es auch im Squashleben der 34-Jährigen: ihr Training bei Ralf Brandt in Münster.

Bereits in den Jahren 1990 - 1996 trainierte Korell im Sportcenter an der Borkstraße, seit eineinhalb Jahren nun steht sie wieder unter den Fittichen des Diplomtrainers vom Squashboard. Nach Münster kam sie auch aus beruflichen Gründen zurück: Seit Oktober 2002 absolviert sie eine Ausbildung zur Physiotherapeutin. Hier kann Korell den beruflichen Weg mit dem Leistungssport kombinieren. Seit 1985 schon betreibt sie ihren Lieblingssport auf hohem Niveau: "Bei dem Spiel kann man sich richtig die Kugel geben und abreagieren. Das ist einfach perfekt", erklärte Korell.

Das Training mit Brandt hat sich für Simone Korell ausgezahlt, denn die ausdauerstarke Spielerin blickt auf eine erfolgreiche Saison zurück. Mit den Courtwieseln aus Bonn gewann sie am vergangenen Wochenende die deutsche Mannschaftsmeisterschaft durch ein 2:2 gegen die Gerry Weber Rackets. Korell steuerte wie die Weltranglistenerste Sarah Fitz-Gerald einen Sieg bei. Gegen die Nationalspielerin Katharina Witt gewann sie nach verhaltenem Start mit 1:9, 9:6, 9:0, 9:3, Bonn siegte aufgrund des besseren Satzverhältnisses.

Zudem kehrte Korell nach über einem Jahrzehnt in die Nationalmannschaft zurück, aus der sie wegen Differenzen mit dem ehemaligen Bundestrainer ausgeschieden war. Die Wahl-Münsteranerin war beim Verband wegen ihrer direkten Art nicht immer gern gesehen. "Dadurch wurden ihr zehn Jahre ihrer Sportkarriere weggenommen", wertete Brandt. Nun aber setzt der neue Bundestrainer Kevin Karram auf Korells Routine. Als Nummer eins hat sie auch die Aufgabe, die jungen Spielerinnen zu führen. Auch wenn sie bei der EM an eins gegen übermächtige Gegnerinnen antreten musste und durchweg Niederlagen kassierte, "hat mich die EM doch ein ganzes Stück weiter gebracht." Die internationale Karriere setzt sie auf jeden Fall fort.

In der kommenden Saison wird Simone Korell versuchen, mit den CW Bonn ihren Titel zu verteidigen. Trainieren wird das Energiebündel wie ihre MannschaftskolleginSimone Leifels weiter mindestens zwei Mal pro Woche bei Ralf Brandt. Zum Glück für die beiden hat das Duo in Bonns Manager Uli Albrecht einen Mann, der "den Spielerinnen freie Hand lässt" (Brandt) bei ihrem Vorbereitungsprogramm. Wie dieses für die kommende Saison aussehen wird, werden Korell und Brandt in der nächsten Woche zusammen besprechen. sk/os

 Brandt gibt Korell den letzten Schliff

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