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Damen wurden als Titelverteidiger abgelöst
Damen wurden als Titelverteidiger abgelöst

PRESSE: Kölscher Klüngel verdirbt Meisterschaft

Die Vorjahresplatzierung von Squashboard Münster war gleichzeitig die Vorgabe für die diesjährige Deutsche Senioren Vereins Mannschaftsmeisterschaft. Doch während die Herren kämpften bis zum Umfallen und sich schließlich einer unsportlichen Situation beugen mussten, die in der Endabrechnung noch Platz drei bedeutete, konnten die Damen mit ihrer Leistung nicht überzeugen und gingen als Titelverteidiger förmlich unter.

Genauso wie im letzten Jahr, mussten die Damen ihre Meisterschaft wieder in Gruppenspielen austragen. Während die Auftaktbegegnung gegen den RSC München noch mit 3:0 gewonnen wurde, gab es den nächsten drei Begegnungen nur noch 1:2 Niederlagen. Am Freitag scheiterte Vera Scheiper im Spiel gegen den ACR Köln an sich selbst, während Biggi Bayes ihrer Gegnerin nicht gewachsen war.

In den Spielen am Samstag gegen Hilden und Frankfurt blieb einzig Simone Korell ohne Niederlage. Die ins Team nachgerückten Simone Stoffmehl und Ulrike Peters bemühten sich zwar redlich, waren letztlich aber ohne Chance. „Nur mit einer starken Position kann man so eine Meisterschaft einfach nicht gewinnen. Die Ausfälle von Annette Dröge und am zweiten Tag von Vera Scheiper konnten wir nicht mehr kompensieren.

Der Vorteil der mannschaftlichen Geschlossenheit lag diesmal bei den anderen Vereinen, deswegen geht es auch in Ordnung das wir so unter gegangen sind. Dies ist zwar eine bedauerliche Tatsache, aber so ist halt der Sport. Somit können wir nur den neuen Meister aus Frankfurt beglückwünschen.

Ergebnisse Damen DSMM 27.05 – 28.05.2005

Squashboard Münster(1) RSC München 3:0
Squashboard Münster(1) ACR Racket Club Köln 1:2
Squashboard Münster(1) SC Sportmühle Hilden 1.2
Squashboard Münster(1) Bottle Tops Frankfurt 1:2

Was den Damen letztes Jahr gelang, war dieses Jahr bei den Männern zum Greifen nah. Squashboard Münster, an zwei gesetzt, konnte sich in seiner Auftaktbegegnung gegen die Mannschaft aus Waiblingen warm spielen und gewann glatt mit 5:0. Im anschließenden Viertelfinale kam es dann zu der kuriosesten Begegnung des ganzen Turniers, bei deren Spielen die Zuschauer einem Herzinfarkt nahe waren. Squashboards Gegner, die Mannschaft aus Deizisau Stuttgart war auf den Positionen eins und zwei ebenso deutlich stark besetzt, wie die Münsteraner auf den Positionen vier und fünf. Nach dem Spiel waren aber alle schlauer und wissen nun, das man niemals vorher rechnen sollte, sonder erstmal alle Spiele abwarten.

Brandt und Richter blieben den Voraussagen treu. Richter musste sich dem Bundesliagakteur Christian Farthing beugen, während Brandt sein Spiel sicher nach hause brachte. Ian Mullen auf Position fünf, hatte im vierten Satz bei 8:1 Matchball brachte es aber fertig nicht nur diesen Satz zu verlieren, sondern unterlag in der Verlängerung dann 0:9.

Burgholz, der in seiner Partie mit 0:2 und 3:7 mehr als aussichtslos hinten lag, brachte sich durch taktisch kluges Spiel wieder in die Begegnung zurück und gewann die nächsten beiden Sätze. Im entscheidenden Durchgang holte er dann nochmals einen 6:8 Rückstand auf und gewann das Spiel mit 10:9.

Für die Entscheidung sorgte dann Ralf Rüdebusch. Er bezwang seinen Widersacher ebenfalls im entscheiden Durchgang mit 3:2 und sicherte damit den Einzug ins Halbfinale.

Das Halbfinale gegen den SG ACR Köln gehörte allerdings zu den unsportlichen Verläufen des Turniers. Erst während des Turniers wurde nämlich bekannt, dass diese Mannschaft eine völlig freie Zusammenstellung von Spielern mit anderer Mannschaftszugehörigkeit war. Während es bei Spielern ohne Mannschaftszugehörigkeit erlaubt ist, sich auf andere Mannschaften zu verteilen, dürfen jedoch Spieler mit einer Mannschaftszugehörigkeit nur für den jeweiligen Verein teilnehmen. Bei der SG Köln war dies auf den Positionen eins, zwei und fünf der Fall. „Obwohl wir diese Zusammenstellung für höchst unsportlich gehalten haben, und uns der DSRV einen Turnierhauschluss dieser Mannschaft zugestehen wollte, haben wir jedoch die sportliche Lösung gesucht. Wir haben damit verhindert, dass Spieler, die aus ganz Deutschland anreisen und sich dieses Wochenende extra frei gehalten haben, wegen eines Formfehlers nicht zum Einsatz kommen“, so der mehr als verärgerte Teamsprecher.

Die Münsteraner hatten allerdings in der sportlichen Entscheidung kein Glück. Mullen (2:3), Brandt (1:3), Rüdebusch (3:1), Burgholz (0:3) und Richter (0:3) verloren diese Auseinandersetzung mit 1:4. Im abschließenden kleinen Endspiel behielten sie dann die Oberhand über die richtige Mannschaft des ACR Köln mit 5:0.

„Es ist den Offiziellen doch anzuraten, sich vorher genauer über die Mannschaften und Spieler zu informieren und nicht so oberflächlich mit Informationen umzugehen, die schon im Vorfeld zum Himmel stinken“, versuchte sich der Teamsprecher abschließend noch mal Luft zu verschaffen.

Im Endspiel trafen die Kölner dann auf den Neuaufsteiger der Regionalliga Senioren aus Eschweiler. Auch die Eschweiler unterlagen Kölnern mit 1:4, krönten sich aber durch eine entsprechende Leistung im Turnier zum Vizemeister.

Die kompletten Ergebnisse finden sie unter folgendem Link:

Alle Ergebnisse Deutsche Senioren Vereins Mannschaftsmeisterschaft

Mit freundlichen Grüßen

Ralf Brandt

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