Münster. Nicht kleckern, sondern klotzen: Mit halben Sachen gibt sich der Hochschulsportverband der Uni Münster nicht zufrieden, wenn er am 1. und 2. Juli gleich in vier Sportarten die Deutschen Hochschulmeisterschaften in Münster ausrichtet.
„Damit gehen wir ganz neue Wege“, hofft HSP-Leiter Wolfram Seidel, mit viel Arbeits- und Organisationsaufwand dem Hochschulsport zu neuer Publizität und damit zu größerer Werbewirksamkeit zu verhelfen. Mit Squash, Volleyball, Rugby und Boxen haben sich die Verantwortlichen beim HSP Münster dabei nicht nur eine bunte Vielfalt an Sportarten ausgesucht, sondern gleichzeitig auch vielfältige Organisationsaufgaben aufgebürdet. „Diese Konzentration bringt natürlich auch Probleme mit sich“, macht sich Mitorganisator Werner Hesse auf lange Arbeitssitzungen gefasst, zumal „diese vier Sportarten nicht gerade leicht zu verbinden sind.“ Dennoch: Mit Hilfe vieler ehrenamtlicher und studentischer Hilfskräfte soll das Meisterschaftspaket reibungslos über die verschiedenen Bühnen gebracht werden.
Gute Beziehungen des HSP Münster vor allem zum Deutschen Amateurboxverband, zum Rugbyverband und zum Westdeutschen Volleyballverband sorgen dafür, dass schon im Vorfeld bundesweit großes Interesse an den studentischen Titelkämpfen angemeldet wird. Auch Markus Knäpper, Aktivensprecher des Allgemeinen deutschen Hochschulsportverbandes (ADH) und Spitzenspieler beim Squash-Oberligisten Squashboard Münster, hat seine Beziehungen spielen lassen und ist auf große Resonanz gestoßen. Insgesamt rechnen die Organisatoren mit etwa 600 Teilnehmern.
Alleine 15 bis 25 Rugbyteams werden in Münster erwartet, um hier mit Siebener-Mannschaften die kleinere Variante des Sports zu demonstrieren, der in Deutschland nicht zuletzt dank der wachsenden Beliebtheit an den Universitäten zu einem zweiten Frühling anhebt. Nils Zurawski, Disziplinleiter Rugby beim ADH, hofft, die münsterische Mannschaft zumindest bis in die Runde der besten zehn Teams zu bringen.
Viel höhere Ziele haben sich die Volleyballer der WWU Münster gesetzt. Das Frauenteam, das sich als Titelverteidiger die mühsame Qualifikation sparen kann, gilt mit seinen Bundesliga- Spielerinnen des USC Münster (Angelina Grün, Judith Fleming, Sinje Blocker und Rieke Brink-Abeler) erneut als erster Meisterschaftsanwärter. Allerdings erwartet das Team um Niels Westphal harte Gegenwehr vor allem von der Uni Dresden, die ebenfalls erstligaverstärkt ins Turnier gehen wird. Die Männer, betreut von Jonas Reckermann, haben sich ebenfalls hohe Ziele gesetzt.
Bei den Boxern geraten die Titelkämpfe gleichzeitig zu den Jubiläumsfeiern des HSP- Bereichs Boxen, der in diesem Jahr 40-jähriges Bestehen feiert. Gründungsmitglied Winfried Bannach hat hier die Organisationsleitung übernommen. Nikolaus Paffenholz, HSP-Trainer und Box-Obmann, kann zwar keine münsterischen Vertreter für das A- Feld aufbieten, will die heimischen Boxer jedoch bis zu Wettkampfbeginn auf Höchstleistung trimmen.
Beim Squash gehen mit Obmann Markus Knäpper (Squashboard) und Nicole Weber vom Erstligisten SQC Münster gleich zwei Bronzemedaillengewinner des Vorjahres der Uni Münster an den Start. Aussichtsreich sind auch Stadtmeisterin Tanja Scheer und weitere Aktive vom Squashboard im Rennen.

Nicht nur ein Sport für harte Männer, bei den deutschen Hochschulmeisterschaften im Rugby werden auch Frauenteams erwartet
Bericht der Westfälischen Nachrichten - Von Ansgar Griebel


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