MS-Open

Vorjahressieger Braukmann und Spindler nur Zweite
Vorjahressieger Braukmann und Spindler nur Zweite

Korell und Clarke Sieger bei den MS-Open

Die Vorjahressieger gaben alles, aber zur Titelverteidigung reichte es nicht. Die deutsche Mannschaftsmeisterin Simone Korell bezwang im Finale Eva Braukmann mit 3:1, während im Herren-Finale Christian Spindler ebenfalls in eine 1:3-Niederlage einwilligen musste.

Beide Finallistinnen setzten sich in ihren Vorrundenbegenungen deutlich durch. Dabei gab Korell bis zum Finale nur acht Punkte in allen Begegnungen ab und stellte damit einen neuen Rekord auf. Der neuen Ms-Open Siegerin fiel in Runde Zwei auch die Münsteranerin Ina Lütkemeyer zum Opfer. Sie kämpfte beherzt, konnte allerdings nur einen Punkt erreichen. „Es ist nicht böse gemeint, wenn ich so spiele, dass meine Gegnerinnen nicht mehr Punkte erreichen. Aber in meinem Alter darf ich mir einfach keine Konzentrationsschwächen mehr leisten. Wenn ich das Tempo dann schleifen lasse und meine Gegnerinnen mal mitspielen lasse, dann ist die Verletzungsgefahr einfach zu hoch“, entschuldigte sich Korell. Ebenfalls klar gewann Brauckmann ihre Begegnungen, musste aber im Halbfinale einen Satz gegen Julie Carnell abgeben.

Im Finale unterlag die Sportstudentin aus Münster der „alt erfahrenen“ Korell dann mit 1:3. „Simone hatte durch ihre Athletik und Erfahrung jederzeit die Kontrolle über das Spiel. Eigentlich hätte dieses Spiel ein knapperes Ergebnis hergeben müssen, wenn man den Altersunterschied beider Spielerinnen vergleicht“, so Brandt, langjähriger Trainer von Simone.

Ebenfalls positiv ist das Ergebnis von Tanja Kaulfuß zu bewerten. Sie konnte sich nach der Erstrundenniederlage noch den Sieg in der Trostrunde sichern. „Tanja fehlen einfach nur die Spielpraxis. Aber diese wird sie ganz schnell wiederfinden, wenn sie häufiger spielt. Das Ergebnis zeigt, das in der neuen Saison wieder mit ihr zu rechnen ist“, freute sich Brandt.

In der Herrenkonkurrenz konnte der Exmünsteraner Christian Spindler leider nicht den Titel der offenen Münsteraner Squashmeisterschaften verteidigen. Er unterlag dem Osnabrücker Gary Clarke mit 1:3. Auf dem Weg zum Finale bezwang Spindler den Dortmunder Rob Aerts mit 3:0 und Clarke den Jugendnationalspieler Tagaz genauso glatt. Es war aber Tagaz, der für die eigentliche Überraschung im Turnier sorgte. In einer wahren „Ausdauerschlacht“ bezwang dieser den Lokalmatadoren Markus Knäpper nach neunzig Minuten mit 3:2. „Schön für Pascal, dass er dieses Spiel gewonnen hat. Das bestätigt seine Trainingsarbeit. Auf Grund seiner beruflichen Situation hat Markus allerdings derzeitig nicht die Möglichkeit seinem Training nachzugehen. Deswegen geht der Sieg für Pascal auch voll in Ordnung“, würdigte Brandt die Leistung des jungen Tagaz.

Im Finale hatte Spindler dann sein Pulver verschossen und musste dem intelligent spielenden Clarke den Sieg überlassen. Clarke vermochte immer wieder das Tempo aus dem Spiel zu nehmen, konnte jedoch in den entscheidenden Situationen Spindler mit geschickten Dynamikwechseln verwirren. „Clarke, der über unsere Webseite zum Turnier fand, war für uns ein unbekannter Spieler. Aber solche Spieler sind für so ein Traditionsturnier einfach das Salz in der Suppe“, resümierte Brandt.

In der B-Kategorie der Damen kam es zu einem „Aufstand der Jugendlichen“. Im Endspiel unterlag Boarder-Youngster Yvonne Elger der Essenerin Dunja Krinniger mit 0:3. Krinniger besiegte schon in Runde Eins die Münsteranerin Scarlet Ruge, die in dieser Begegnung schon mit 2:0 in Führung lag. Dritte wurde Sonia Breugelmans aus Belgien. Die Trostrunde gewann Lena Marie Al-Ode, ebenfalls eine Jugendliche.

In der Klasse Herren B ereilte Kris Vanwesemael das gleiche Schicksal wie die anderen Vorjahressieger. Im Finale musste er sich dem Moerser Michael Mühlbacher mit 2:3 geschlagen geben. Vorjahresfinallist Brandt hatte schon in der ersten Runde das Nachsehen, konnte aber den Sieg in der Trostrunde retten. „In der B-Kategorie kam es noch einmal zu einer Leistungssteigerung. Wir werden dieser Tendenz im nächsten Jahr gerecht werden und bei entsprechender Nachfrage das Feld vergrößern, bzw. ein zusätzliches Seniorenfeld einführen.“

Wiedereinmal hat Squashboard Münster mit den MS-Open für ein Turnier der Extraklasse gesorgt. Dies zeigt sich auch an Teilnehmerzahl, sowie deren Herkunft. Mit acht Spielern aus Niedersachsen, acht aus Belgien und zehn aus England, hat man es seitens des Turnierveranstalters geschafft über die Grenzen von NRW hinaus, Spieler für dieses Turnier zu begeistern.

Novum für das nächste Jahr wird eine neue Turniersoftware sein, die es erlaubt die Kapazitäten noch optimaler auszunutzen. Somit wird für nächstes Jahr ein Teilnehmerfeld zwischen 120-130 Spielern planbar sein. „Wir wollen es schaffen uns nochmal um zehn Prozent zu steigern“, so die Ziele von Brinkmann.

Platzierungen in der Übersicht:

Herren A:

1. Platz Gary Clarke
2. Platz Christian Spindler
3. Platz Rob Aerts
1. Trost Paul Herbertz

Damen A:

1. Platz Simone Korell
2. Platz Eva-Maria Brauckmann
3. Platz Julie Carnell
1. Trost Tanja Kaulfuß

Herren B

1. Platz Michael Mühlbacher
2. Platz Kris Vanwesemael
3. Platz Jan-Albert Weerda
1. Trost Ralf Brandt

Damen B

1. Platz Dunja Krinniger
2. Platz Yvonne Elger
3. Platz Sonia Breugelmans
1. Trost Lena Marie Al-Ode

Herren C

1. Platz Banjamin Wucherer
2. Platz Daniel Walter
3. Platz Thomas Stelter
1. Trost Oliver Orlicki

Herren D

1. Platz Sebastian Reinke
2. Platz Lutz Pollmann-Daamen
3. Platz Ulrich Buschhaus
1. Trost Michael Niehues

Alles über das Turnier erfahren Sie auch im Netz unter www.msopen.de

Mit freundlichen Grüßen,

Ralf Brandt

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