Münster. Simone Korell hatte es schon vorher gewusst. Im Finale werde ich wohl zum ersten Mal so richtig gefordert, meinte die Deutsche Mannschaftsmeisterin im Squash vor dem Endspiel der Münster Open. Und so kam es dann auch: Nach drei klaren Dreisatzerfolgen in den Runden zuvor musste sich die Titelverteidigerin erst gegen Eva Brauckmann so richtig strecken und gewann am Ende nach 1:2-Satzrückstand noch knapp mit 3:2.
Eva trifft halt den ein oder anderen Ball..., lachte die Siegerin, die sich für den Münster-internen Vergleich vorher ja ausgiebig schonen konnte. Gut möglich, dass die beiden Finalistinnen in der nächsten Saison sogar Vereinskameradinnen sein werden. Sollte Open-Veranstalter Squashboard Münster in den kommenden Wochen die nötigen Sponsoren für eine Bundesliga-Teilnahme auftreiben können, dann werden Simone Korell und Eva Brauckmann ab Herbst gemeinsam für den Verein in der Eliteliga aufschlagen.
Aber auch so war das Finale am Samstag natürlich schon der Vergleich zwischen zwei alten Bekannten, und deshalb wusste Eva Brauckmann: Simone ist natürlich Favoritin, ich muss einfach sehen, was für mich geht. Und das war dann doch erstaunlich viel, denn Simone Korell erwischte genau den Fehlstart, den sie vorher schon befürchtet hatte. Knackpunkt des ganzen Spiels war erst der vierte Durchgang, den holte sich Korell knapp mit 9:7 und schaffte damit den Satzausgleich. Das 9:4 im fünften brachte der an Position eins gesetzten Favoritin dann endgültig die Titelverteidigung ein.
Bei den Männern gab es nicht das erwartete Finale. Hier scheiterte der Belgier Rob Aerts in der Vorschlussrunde etwas überraschend am Dortmunder Friedrich Scheel. Trotz einer 2:0-Satzführung musste Aerts sich am Ende noch 2:3 geschlagen geben. Im Finale ereilte Friedrich Scheel dann allerdings ein ähnliches Schicksal: Er holte sich gegen Daniel Zilic (Langenhagen) zwar den ersten Durchgang, war danach aber praktisch chancenlos gegen die Nummer 22 der DSRV-Rangliste.
Zufrieden mit dem Turnierverlauf zeigte sich am Ende Squashboard-Pressewart Ralf Brandt: Andere Turniere stagnieren in letzter Zeit, wir konnten dagegen unsere Teilnehmerzahlen noch einmal um zehn Prozent steigern. Mit über 100 Startern hatten wir ein sehr gutes Meldeergebnis. Auch die Qualität ist besser geworden, gerade in den B-Feldern waren wir sehr stark besetzt.
Hier holten sich Ray Burke (Mönchengladbach) und Lena Al-Odeh (Recklinghausen) die Titel. Bei den Herren C und D trugen sich Roland Schmidt (Hamborn) und Shaun Robjohns in die Siegerlisten ein. Der Engländer behielt gegen Squashboard-Lokalmatador Gero Richter knapp in fünf Sätzen die Oberhand.



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