Münster - Ein Titel im Jahr ist ihr offensichtlich noch nicht genug. Zum fünften Mal gewann Simone Korell gestern die Münster Open, es war gleichzeitig auch schon ihr vierter Sieg in Folge bei dem Squashturnier.
"Es ist so gelaufen wie in den letzten Jahren. Auch das Finale gegen Eva Brauckmann gehört ja mittlerweile eigentlich schon dazu", meinte die SIegerin, die auch gestern wieder ohnen einen einzigen Satzverlust zum Titel stürmte. Eva Brauckmann war die einzige Gegnerin die überhaupt auch nur in die Nähe eines Satzgewinnes gekommen war. Letztendlich war aber auch sie beim 3:9, 7:9 und 4:9 ohne eine echte Chance.
Und wer so deutlich unterfordert ist wie Simone Korell, der muss sich eben neue Herausforderungen suchen. Die Seriensiegerin von Ausrichter Squashboard Münster hatte isch darum dafür entschieden, in diesem Jahr zum ersten Mal auch in der Männerkonkurrenz zu starten. Mit dem "Double" wurde es hier aber nichts. In der ersten Rundeunterlag sie Nils Richard Sportkmann (Bottrop) glatt in drei Sätzen, zwang ihren Gegner immerhin einmal in den Tiebreak. Gegen Felix Göbel (Schwelm) hätte es in der Trostrunde dann sogar fast zu einem Sieg gereicht, letztendlich setzte sich Göbel aber dann doch in vier Sätzen durch.
"Das Match hätte ich eigentlich gewinnen müssen", ärgerte sich Korell und stellte direkt klar: "Meine Meldung bei den Männern war definitiv kein Scherz. Mittlerweile werde ich von den Jungs bei Turnieren auch sehr ernst genommen."
Nicht nur wegen des Auftritts von Simone Korell waren die Spieler in der A-Klasse der Herren in diesem Jahr sehr interessant. Weil es erstmals auch Weltranglistenpunkte zu gewinnen gab, war das Feld insgesamt sehr ansehnlich besetzt. Im Finale setzte sich hier schließlich Marc Hörning (Hamborn) in vier Sätzen gegen Karamat Khan (Rosenheim) durch. "in den ersten beiden Sätzen hat mich mein Gegner wohl noch etwas unterschätzt", freute sich der 32-jährige Zweitliga-Spieler nach seinem ersten Erfolg in Münster. "Danach wurde es dann richtig eng." Im Tiebreak des vierten Satzes setzte sich Hörning dann am Ende durch. Insbesondere der Schiedsrichter dürfte darüber froh gewesen sein, denn im Endspiel wurde mindestens genau so viel diskutiert wie Squash gespielt. "Das hat mich auch genervt. Gut, dass es keinen fünften Satz mehr gab", meinte Hörning.
Den letzten wichtigen Titel des Tages holte sich dann gestern Christian Wucherer (Wuppertal). Er gewann den "Five Shoot Out" - Wettbewerb, bei dem jeweils nur ein verkürzter Satz gespielt wurde. "Der Modus gibt auch Außenseitern eine Chance. Das kam sehr gut an", meinte Turnierchef Ralf Brandt und stolzer Erfinder von "Five Shoot Out".
Brandt hatte aber auch sonst allen Grund zur Zufriedenheit: "Mit insgesamt 87 Teilnehmern hatten wir diesmal wieder ein starkes Feld am Start. Und geradebei den Männern haben wir auch sehr spannende Spiele gesehen.


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