MS-Open

Beeindruckend, was im Squash alles so möglich ist
Beeindruckend, was im Squash alles so möglich ist

MZ: MZ-Mitarbeiter Sebastian Klein versucht sich bei den MS-Open im Squash

Münster - Es ist Samstag. 10 Uhr. Die MS-Open im Squash öffnen ihre Türen. Nun ist die Zeit gekommen, die eher mäßigen Fähigkeiten in dieser Sportart unter Beweis zu stellen Es gilt, sechs Konkurrenten im D-Feld der Herren (Hobby- und Kreisligaspieler) aus den Weg zu räumen, um den Titel zu ergattern.

Doch schon beim Betreten der Halle wird klar, dass dies schwer werden dürfte. Pfeilschnell, knallhart und dabei präzise wie ein Uhrwerk schlagen sich die Kontrahenten auf den Courts den kleinen Gummiball um die Ohren. Erst nach kurzer Zeit wird deutlich, dass sich die Partien lediglich in der Warmspielphase befinden. Auch wenn sich dort ausschließlich Spieler aus den A- und B-Feld aufwärmen, liegt die Vermutung nahe, dass das Leistungsniveau im Hobbyfeld einer gewissen Qualität nicht entbehrt. Neues Ziel: drei gewonnene Sätze wären schön.

Um 11 Uhr ist es dann soweit. Kurz eingeschlagen und los geht´s. Eine Viertelstunde später läuft es ganz gut: Der Gegner führt 5:4 - verlässt aber den Platz. Nach kurzer Aufklärung wird auch dem letzten klar, das hier nach neuer Zählweise gespielt wird: Jeder Punkt zählt, ein Satz geht allerdings bis elf.

Erster Rückschlag

Folglich war der erste Durchgang mit 9:11 futsch. Dies gilt auch für die nächsten beiden Sätze (4:11, 10:12). Das Match ist verloren, das Ziel genau so weit entfernt wie zuvor.

Die drei Stunden bis zu nächsten Partie werden zur absoluten Lehrstunde. Die Profis machen vor, wie es geht: Regelmäßiger Trikotwechsel, egal ob vor oder nach einem Match, scheint ebenso wichtig wie das Einreiben mit Sport-Ölen. Auf dem Court ist eine ausgeprägte Körperbeherrschung, bis hin zum Spagat, definitiv von Vorteil, um rasend schnell alle vier Ecken des Feldes zu erreichen zu können. Kondition scheint aber das A und O. Nicht selten dauern Ballwechsel bei extremem Tempo länger als eine Minute.

Erstes Glücksgefühl

Zweites Gruppenspiel: Wahnsinn! Alles gemerkt und glatt gewonnen (11:6, 11:1, 11:8). Entscheidend dürfte jedoch eher die Tatsache gewesen sein, dass der Gegner schlappe 40 Jahre mehr auf den Buckel hatte.

Sonntagmorgen dann die Entscheidung um den Einzug ins Halbfinale. Ein Sieg im letzten Gruppenspiel muss her. Nach fünf hart umkämpften Sätzen steht fest: Weder die Körperbeherrschung noch die Kondition oder die Technik waren ausreichend vorhanden, um dieses Match zu gewinnen. Nach dem 11:4, 11:13, 10:12, 11:7, 4:11 ist das Turnieraus nicht mehrabzuwenden - aber das Minimalziel erreicht! Nun gibt es genug Zeit, weiter von den Profis zu lernen. Die Erkenntnis: Beeindruckend, was im Squash alles so möglich ist.

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