Münster – Die Squash-Weltklasse gastiert am Wochenende in Münster. Anlass ist der Technoconsult-Computer-Cup, den der 1. Squash- und Surfclub Squashboard Münster am Samstag und Sonntag im Sportcenter an der Borkstraße veranstaltet. Rund 200 Spieler gehen dabei in fünf Herren und drei Damen-Klassen an den Start.
„Konzentrieren wird sich das Interesse allerdings auf die beiden A-Klassen“, sagt Tom Ackermann, Pressesprecher des Organisationskomitees. Und hat damit sicherlich Recht. Immerhin ist hier die Besetzung in der Tat vom Allerfeinsten.
Bei den Herren beispielsweise haben mit dem Waliser Adrian Davies (Nummer 11), dem vierfachen deutschen Meister Hansi Wiens (45), den drei Australien Mark Vocetti (72), Dean Mason (78) und Scott Spillane (95) sowie der in der neuen Saison für den münsterschen Zweit-Bundesligisten 1. SQCM spielende holländische Ranglistenzweite Lucas Buit (94) immerhin sechs Spieler ihr Kommen zugesagt, die in der Weltrangliste einen Platz unter den ersten 100 einnehmen. Bei den Damen sind mit Sabine Schöne und Daniela Grzenia die Nummer eins und die Nummer zwei der deutschen Rangliste mit von der Partie. „Außer den German Open hat es in Deutschland wohl noch kein besser besetztes Turnier gegeben“, meint denn auch Tom Ackermann nicht ohne Stolz.
„Geködert“ wurden die Spitzenspieler aus aller Welt in erster Linie durch die ausgesetzten Gewinne. Insgesamt winken Sachpreise in Höhe von 50.000 Mark, von denen ein Großteil naturgemäß auf die beiden A-Klassen entfällt. Und hier können sich die Sieger und Platzierte diese Sach- auch in Geldpreise auszahlen lassen. Die beiden Sieger beispielsweise dürfen wählen, ob sie einen Computer der Spitzenklasse mit nach Hause nehmen, oder ob sie lieber ihre Brieftasche auffüllen wollen. Entscheiden Sie sich für die zweite Variante, kassieren sie die stolze Summe von fast 4.000 Mark. Und das ist im Squashsport eine außergewöhnlich hohe Dotierung.
Spielen werden die beiden Hauptklassen mit 16 (Herren) bzw. acht (Damen) Athleten. Bei den Herren befinden sich darunter mit Wilfried Bücker und Christian Spindler auch zwei Münsteraner. Allerdings sind ihre Möglichkeiten eher bescheiden einzustufen. „Normalerweise dürften sie keine großen Chancen haben bei der Vergabe der ersten Plätze eine Rolle zu spielen“, so Tom Ackermann und schiebt den Grund gleich hinterher: „Immerhin gehen neben den sechs Spielern, die in der Weltrangliste unter den ersten 100 platziert sind, etliche weitere Spitzencracks an den Start.“ Damit meinte der OK-Pressesprecher u.a. die deutsche Nummer zwei Oliver Rucks, sowie die beiden Pakistanis Mohamed Kalib und Abdul Rashid.
Bei den Damen werden die münsterschen Farben lediglich durch eine Spielerin vertreten. Und die spielt nicht einmal für einen münsterschen Klub, sondern ist lediglich Mitglied von Squashboard. Gemeint ist Simone Korell, die für Paderborn spielende Nummer neun der deutschen Rangliste. Sie macht sich Hoffnung, zumindest das Halbfinale zu erreichen.

Gehört in Münster zum Favoritenkreis: Der deutsche Squashmeister Hansi Wiens (re.). Foto: WN
Bericht der Westfälischen Nachrichten


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