Münster – Deutschlands Nr. 1 unter den Squashern war auch beim Techno-Cup erfolgreich. Hansi Wiens aus Paderborn gewann das Finale gegen Mark Vocetti mit 3:1, bei den Damen überraschte Daniela Grzenia mit einem 3:1 Sabine Schöne.
Wiens ging mit einem Laptop im Werte von 7.800 DM nach Hause, Grzenia ihrerseits mit einem 6.000 DM teuren Computer. Als Alternative war ihnen angeboten worden, 50 Prozent des Barwertes mitzunehmen. Computergenau kamen zumeist auch die Schläge von Hansi Wiens, der mit druckvollem und zugleich variablem Spiel seinen Endspielgegner auf Rang zwei verwies. Beim 3:1 (9:1, 8:10, 9:3, 9:0) hatte der Australier, der in Nürnberg heimisch geworden ist, nur im zweiten Satz eine Chance, ansonsten besaß der Deutsche – in der Weltrangliste auf Position 45 geführt – eindeutig das Sagen.
Für die Zuschauer im Squash-Center an der Borkstraße war es immer wieder sehenswert, mit welch´ unerwarteten Schlägen der Paderborner seine Kontrahenten verblüfft. Diesen Qualitäten hatte im Viertelfinale auch der Münsteraner Wilfried Bücker (SQCM) nichts entgegenzusetzen und unterlag mit 0:3. In der Trostrunde verlor Bücker das Finale gegen Kai Klosa knapp mit 2:3.
Für eine mitreißende Auseinandersetzung hatten am Samstagabend Lucas Buit und Scott Spillane gesorgt. Über zwei Stunden fighteten der Holländer vom SQCM und der Mann aus Sindelfingen, nach fünf Sätzen hatte Spillane die Nase vorn. Im Schlusssatz führte er schon 8:1, lag dann 8:9 zurück, um schließlich doch noch mit 10:8 zu gewinnen. Folge des Marathon-Matches: Der Beginn der angesetzten Party verschob sich nicht unerheblich…
Im Damen-Feld hatte eigentlich jeder mit einem Erfolg der Deutschen Meisterin Sabine Schöne gerechnet. In den Gruppenspielen hinterließ sie auch den erwartet starken Eindruck, doch eine glänzend aufgelegte Daniela Grzenia entriss ihr im Finale den Turniersieg. 3:1 (9:0, 9:4, 6:9, 9:3) lautet das Endresultat zugunsten von Grzenia, die Schöne im ersten Satz geradezu in Grund und Boden spielte.
Ein Aufbäumen der deutschen Nr. 1 im dritten Satz ließ ein Fünf-Satz-match erwarten, doch hatte Grzenia darauf schnell die passende Antwort. Sie hatte Sabine Schöne völlig aus dem Konzept gebracht, letztere war sichtlich unzufrieden ob ihrer Vorstellung. Erst Mitte letzter Woche war sie von einem Turnier in Singapur zurückgekehrt. Ob die damit verbundenen Strapazen noch Wirkung hatten?
Pressesprecher Tom Ackermann vom veranstalteten Squashboard 81 kündigte eine Neuauflage des Turniers an: „Wir planen einen Zwei-Jahres-Rhythmus.“

Der Squash-Souverän: Hansi Wiens in Münster in Aktion. Foto Deneke
Bericht der Münsterschen Zeitung


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