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Bernd Adamaschek als Überraschungssieger: "Ich habe es geahnt"
Bernd Adamaschek als Überraschungssieger: "Ich habe es geahnt"

WN: 7. Germania-Cup endet mit Paukenschlag-Finale

Münster (Eig. Ber.). Ein verflixtes siebtes Mal wurde es nicht - im Gegenteil: Der Squash- Marathon um den Germania-Cup, die inoffiziellen Stadtmeisterschaften, geriet auch bei seiner diesjähri­gen Austragung zu einem vollen Erfolg und damit bei­nahe schon zu einem sportlichen Selbstläufer.

Dem allerdings Grenzen gesetzt sind: „Auch für die näch­sten Jahre planen wir in einer solchen Größenord­nung“, resümierte Bernd Adamaschek, dessen Zufrie­denheit dieses Mal nicht allein auf das exakte organisa­torische Timing zurückzuführen war. Um 18.17 Uhr gestern Abend nämlich war es der ansonsten eher als „Macher“ hinter den Kulissen auftretende Adama­schek, der für die größte Überraschung des Germania-Cups sorgte: Im Finale gegen seinen Regionalliga-Teamkameraden Andreas Malecki behielt er nach fünf spannenden Sätzen denkbar knapp die Oberhand.

Überrascht von diesem Ergebnis schien der SQCMer aber keineswegs zu sein: „Ich habe es intern schon vorher gesagt, dass ich in diesem Jahr zumindest ins Finale kommen möchte.“ Nur: „Geglaubt hat es ihm kaum jemand, und umso verwundertere Gesichter sah man daher am Court Nummer eins, als das Endspiel gerade nicht zu einer Pflichtaufgabe für Andreas Malecki geriet. Die bei­den Kautschuk-Cracks nämlich schenkten sich (nach einem beider­seits schwachen ersten Satz) nichts, und der Spielausgang von 2:9, 9:6, 9:1, 1:9, 10:8 für Bernd Adamaschek lässt erahnen, wie um jeden Ball innerhalb des Glaskäfigs gefightet wurde. Dass es Malecki dabei nicht gelang, eine 8:7-Führung im Ent­scheidungssatz für sich zu nutzen, war da nur das i-Tüpfelchen, „wurmte“ das drahtige Energiebündel verständlicherweise aber auch noch nach dem Ende der Partie, in der es im vierten Satz schon so aus­gesehen hatte, als sollte sich die bes­sere Kondition des Jüngeren durch­setzen.

Doch daraus wurde ebenso wenig etwas wie aus der beabsichtigten Titelverteidigung von Gregor Berges oder dem Griff nach dem Germania-Cup von Klaus Burgholz. Während Berges bereits im Viertelfinale die Segel streichen musste, ereilte Burgholz das „Aus“ in der Vorschlussrunde.

Besser machte es da schon Christiane Dirkes im A-Feld der Damen. Durch ein 3:0 über ihre Teamgefähr­tin Gilla Hähnel-Pinger schaffte sie den erneuten Erfolg, musste dafür aber nach eigener Aussage reichlich hart arbeiten. „Ich habe den Druck, der auf mir lastete, schon gespürt“, so der alte und neue Champion, des­sen Sieg aber gleichwohl in der Kate­gorie „Normal“ einzuordnen ist.

Wie überhaupt die ganz große Überraschung in diesem Jahr aus- blieb. Zwar hatte man eine Renate Krawietz (vereinslos) im Vorfeld des Turniers nicht auf der engeren Kandidatenliste für den Gesamtsieg im Damen-B-Feld, und steht hinter ih­rem glatten 3:0 über Lisa Hautmann (SQCM) sicherlich das dickste Aus­rufungszeichen. Ansonsten aber lässt ein Blick auf die Liste der Endplatzie­rungen überwiegend bekannte Na­men erkennen, was auf eine festge­fügte Squash-Hierarchie in Münster schließen lässt. So auch bei den Senioren: hier eroberte Rainer Diederichs zum dritten Mal den begehr­ten Pokal.

Eins Prost auf den Sieg: Die beiden A-Klasse-Sieger Adamaschek und Dierkes

Eins Prost auf den Sieg: Die beiden A-Klasse-Sieger Bernd Adamaschek und Christiana Dierkes genehmigen sich einen großes Glas Pils.

INOFFIZIELLE STADTMEISTERSCHAFT
UM DEN GERMANIA-CUP

Damen A-Klasse

Finale: Christiane Dirkes - Gilla Häh­nel-Pinger 3:0. - Spiel um Platz drei: Marion Meyer - Christa Zabarowski 3:0

Damen B- Klasse

Finale: Renate Krawietz - Lisa Haut­mann 3:0. - Spiel um Platz drei: Susanne Strotmann - Claudia Röttger 3:0

Damen C-Klasse

Finale: Claudia Kemper - Anja Röhring 3:1. - Spiel um Platz drei: Ilse Weise - Annette Hautmann 3:0

Damen D-Klasse

Finale: Ulrike Schneider - Susanne Tieben 3:0. - Spiel um Platz drei: Mechthild Niehoff - Biba Burgholz 3:0

Herren A-Klasse

Finale: Bernd Adamaschek - Andreas Malecki 3:2. - Spiel um Platz drei: Klaus Burgholz - Ricardo Kieselnitzki nicht aus­getragen

Herren B-Klasse

Finale: Axel Heinz - David Spring 3:2. - Spiel um Platz drei: Ingo Möllers - Pinger 3:0-Aufgabesieg

Herren C-Klasse

Finale: Mitch Godden - Marcus West­hoff 3:1. - Spiel um Platz drei: Robert Albers - Frahk Schuerhoff 3:1

Herren D-Klasse

Finale: Klaus Wiechert - Thomas Hüls­kötter 3:2. - Spiel um Platz drei: Roland Schmidt - Thomas Rosmus 3:1

Herren E-Klasse

Finale: Michael Lemke - Thomas Kraus 3:1. - Spiel um Platz drei: Andreas Kaulfuß - Jörg Meyer-Holtkamp 3:1

Senioren

Finale: Rainer Diederichs - Bernhard Bölling 3:0. - Spiel um Platz drei: Wilfried Plate - Volker Grüber 3:0

Jugend A

Finale: Carsten Henke - Dirk Rottwinkel 3:1. - Spiel um Platz drei: Sven Stork - Tom Müller 3:0

Jugend B

Finale: Dennis Dropmann - Till Mons- hausen 3:1. - Spiel um Platz drei: Mikko Sann - Christian Helmig 3:1

Bericht der Westfälischen Nachrichten

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