Münster (Eig. Ber.). Die Squashfamilie präsentierte sich am Wochenende einmal wieder in fröhlicher Eintracht: 190 Spieler(innen) schwangen ihr Racket. Sieger gab es bei den zehnten Stadtmeisterschaften um den Germania Cup gleich mehrere - ob nun sportliche Verlierer oder Gewinner - alle kamen bei der Jubiläumsveranstaltung mit einer Party auf ihre Kosten.
Der Sponsor befand sich auch in großzügiger Stimmung und versprach, sich auch in Zukunft zu engagieren. Sportlich gesehen hatten insbesondere zwei Teilnehmer Grund zum Jubeln: Britta Johannsen und Christian Meyer, beide vom 1. Squashclub Münster, gewannen die Titel jeweils in der A-Klasse.
Einen Wermutstropfen gab es dann aber doch noch. Das Finale der Herren-A-Klasse musste vorzeitig abgebrochen werden. Titelverteidiger Christian Buschmann gab im Finale gegen Meyer nach zwei verlorenen Sätzen (7:9,2:9) wegen einer Verletzung vorzeitig auf: „Ich habe mir im Spiel am Sonnabend gegen Stephan Manns von Düsseldorf unglücklich mit dem Schläger auf das Knie geschlagen und mir einen Bluterguss zugezogen. Ich konnte nicht mehr nach vorne sprinten und deshalb musste ich leider aufgeben“, meinte Buschmann.
Sein Kontrahent Meyer, ebenfalls Zweitligaspieler, nahm es gelassen hin. Schon vor dem Endspiel hatte er getönt, dass er gut drauf sei und das Finale mit 3:0 gewinnen würde. Nach der Aufgabe
von Buschmann sagte er lapidar: „Schade, aber ich wusste ja, dass ich gewinne. Bei der Siegerehrung fand Meyer, der zum ersten Mal die Stadtmeisterschaft gewann, lobende Worte. Ralf Rüdebusch und Thomas Schmidt seien in hervorragender Form gewesen. Damit traf er den Nagel auf den berühmten Kopf. Schmidt (1. SQC Münster II) hatte Meyer im Halbfinale in fünf Sätzen alles abverlangt. Kuriosum am Rande: Schmidt ist der Trainer von Meyer. Im zweiten Halbfinale zog Buschmann erst nach einem 10:8-Erfolg im fünften Satz gegen Rüdebusch (Squashboard) ins Finale ein.
Bei den Damen gab es zwei Überraschungen in der Vorrunde - allerdings ohne Konsequenzen für das Endergebnis. Renate Krawietz (1. SQC Münster II) gewann gegen Britta Johannsen in drei Sätzen. In der anderen Gruppe bezwang Leni Stöppelmann unerwartet Cordula Pfannschmidt in drei Sätzen. Doch die Favoritinnen setzen sich im Halbfinale doch noch durch: Pfannschmidt gegen Krawietz und Johannsen gegen Stöppelmann. Im Finale machte Titelverteidigerin Johannsen den frischeren Eindruck. Vor allem hatte sie einen Vorteil. Sie war laufstärker. Den ersten Satz gewann sie mit 9:3. Im zweiten Satz zwang die Nummer eins des Regionalligateams Pfannschmidt ihre Gegnerin mit ihrem variablen Spiel in die Knie (9:5). In den Sätzen drei und vier war Johannsen wieder da und erlief fast jeden Ball. Ergebnis: 9:6, 9:5 und damit die Stadtmeisterschaft um den Germania-Cup 1993.

Egbert Preußners überreicht den Stadtmeistern Britta Johannsen und Christian Meyer die Pokale
Ergebnisse STADTMEISTERSCHAFT
Herren A 1. Christian Meyer (1. Squashclub) 2. Christian Buschmann (1. SQC), 3. Ralf Rüdebusch (Squashboard).
Herren B: 1. Peter Füllhase, 2. Rudi Berges, 3. Sigi Hautmann (alle SQC).
Herren C: 1. Kevin Davidson (ohne Verein), 2. Uli van Lück (Squashboard), 3. Ulrich Wüller (ohne Verein).
Herren D: 1. John McBride (ohne Verein), 2. Daniel Brinkmann (Squashboard), 3. Uli Warnke (1. SQC).
Herren E: 1. Wolf-Ekkehard Seiler, 2. Carsten Eggelmann, 3. Joachim Schirner (alle ohne Verein
Senioren: 1. Rainer Diderichs, 2. Roland Hambrinker, 3. Wilfried Plate (alle 1. SQC).
Damen A: 1. Britta Johannsen, 2. Codula Pfannschmidt, 3. Renate Krawietz (alle 1. SQC)
Damen B: 1. Antje Sieker (1. SQC), 2. Rita Huber (Squashfield), 3. Sylvia Kuschke (ohne Verein).
Damen C: 1. Martina Feldmann (ohne Verein), 2. Ulrike Opzondek (1. SQC), 3. Christa Wellermeyer (ohne Verein).
Damen D: Jut Beinker (ohne Verein), 2. Beate Laukötter ( SQC), 3. Leonie Tschechne (Squashboard).
Jugend A: 1. Stefan Pues (Squashfield), Mark Waterkortte (Squashboard), 3. Sven Deitmer (1. SQC).
Jugend B: 1. Alice Müller (Squashfield), 2. Alexander Feldhaus (1. SQC) 3. Sebastian Grüner (1. SQC).


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